Allgemein

Ein guter Mensch sein und Aktivismus

In letzter Zeit habe ich viel darüber nachgedacht, was es bedeutet wirklich ein guter Mensch zu sein, auch im Lichte von Aktivismus aller Art.

Ich bin schon seit langem der  Meinung, dass ein guter Mensch zu sein keine Charaktereigenschaft an sich ist, sondern ein andauernder Prozess. Wird eine Person mit sich selbst zu zufrieden und arbeitet nicht mehr an sich, dann ist sie auch kein guter Mensch. Zu wissen, dass man nicht alles am besten weiß, bereit sein zu lernen und sich anstrengen, dass Gelernte umzusetzen, sind alles wichtige Pfeiler davon.

Aber hinter alledem muss wirklich stecken, dass wir uns tatsächlich um Leute scheren. Dass wir das ganze tun, dass die Welt ein besserer Ort für alle wird.

Manche „Aktivist_Innen“ scheinen das irgendwie aus den Augen verloren zu haben. Es geht ihnen mehr darum Recht zu haben als tatsächlich etwas zu ändern. Ich habe ganz ehrlich lieber Menschen an meiner Seite, die (noch) nicht sehr versiert sind, was Diskriminierung angeht, aber dafür tatsächlich anderen helfen wollen, als solche, die die richtigen Worte und Konzepte kennen, aber sie nur dazu nutzen, anderen zu zeigen, dass ihr Aktivismus „besser“ ist. Sie wollen nach außen besser da stehen als alle anderen.

Wenn es hart auf hart kommt, dann reichen Worte und Konzepte nicht mehr aus. Dann kann man sich nur noch auf die Taten von Menschen verlassen, die sich tatsächlich um einen scheren und auch zuhören.

 

 

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